Italienischer Espresso feiert den internationalen Tag des Kaffees im Weltraum

2.10.2017 • Veranstaltungen und Sponsorings

ESA-Astronaut Paolo Nespoli und die Crew der ASI VITA-Mission testen erfolgreich das ISSpresso-Projekt und trinken Kaffee mit der innovativen Kapselmaschine, die von Argotec für Lavazza entwickelt wurde.

Turin, 1. Oktober 2017 – Die ASI VITA-Mission (Vitality, Innovation, Technology, Ability – Vitalität, Innovation, Technologie, Fähigkeit) um den ESA-Astronauten Paolo Nespoli, genießt an Bord der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) einen echten italienischen Espresso, um den Internationalen Tag des Kaffees zu feiern. Die Crew hat dieselbe ISSpresso-Kapselmaschine erfolgreich getestet, die Argotec für Lavazza entwickelt hat (in Zusammenarbeit mit deritalienischen Weltraumagentur ASI) und die es Samantha Cristoforetti am 3. Mai 2015 während der italienischen „Futura“-Mission ermöglichte, den ersten Espresso in der Geschichte der Menschheit in der Schwerelosigkeit trinken.

Durch die Partnerschaft mit ASI, die das Experiment koordinierte, konnte die Maschine in der ersten Testphase auf die Internationale Raumstation gebracht werden. Im Anschluss daran wurde mit der NASA vereinbart, den ISSpresso dauerhaft im Weltall zu behalten. Dieses außergewöhnliche Ereignis fand im Vorfeld des internationalen Tags des Kaffees statt, beim Wechsel der Astronauten der Europäischen Weltraumorganisation AstroSamantha und AstroPaolo. Letzterer hatte seinen dritten Weltraumflug absolviert und hatte es in den letzten Monaten geschafft, mehrere von Argotec geförderte Experimente durchzuführen.

„Wir sind stolz, den Internationalen Tag des Kaffees mit diesem wichtigen, rein italienischen Forschungsprojekt, das in Zusammenarbeit mit Argotec durchgeführt wurde, 400 km von der Erde entfernt zu feiern“,sagte Marco Lavazza, Vizepräsident der Lavazza Group. „Mit ISSpresso bestätigt Lavazza seine Vorreiterrolle bei der Innovation: Die Technologie ermöglicht es Astronauten, die gleiche Mischung wie auf der Erde zu genießen.“

Die ISSpresso-Maschine, ein wahres technologisches und konstruktionstechnisches Juwel, ermöglichte es einem weiteren italienischen Astronauten, den Espresso im Weltraum auf die gleiche Art und Weise zu genießen wie zu Hause. ISSpresso wurde entwickelt, um das gleiche Aroma im Orbit zu reproduzieren: Die Crema und der Kaffee werden nicht wie auf der Erde gemischt, sondern getrennt und der traditionelle Becher wird durch einen speziellen Beutel ersetzt, den sogenannten „Pouch“. Mithilfe von ISSpresso kann Kaffee unter extremen Bedingungen hergestellt werden, bei denen sich die Prinzipien der Fluiddynamik von denen auf der Erde völlig unterscheiden.
Die Vorbereitungsprozesse, die die Crew während der Testphase durchgeführt haben, sind die gleichen: maximale Praktikabilität und Einfachheit für einen Espresso, der mithilfe eines Strohhalms getrunken wird. ISSpresso erfüllt die sehr strengen Anforderungen der NASA hinsichtlich der Kompatibilität mit Bordsystemen und der Astronautenschnittstelle. Die Kaffeemaschine ist auch mit einem innovativen Gerät ausgestattet, das die Kaffeeausgabeleitung reinigt.

David Avino, Managing Director bei Argotec, sagte:„ISSpresso wurde im Grunde ein Bordsystem der Internationalen Raumstation. Nach zwei Jahren auf der ISS funktioniert die Maschine unter den Bedingungen der Mikrogravitation immer noch einwandfrei. Dies spricht für ihre hervorragende Konstruktion. Die robuste und zuverlässige Designmaschine ermöglicht nicht nur angenehme Kaffeepausen, sondern auch interessante Studien und Analysen von physikalischen Phänomenen, die auf dem Boden nicht möglich sind. Sie stellt ein wissenschaftliches Projekt dar, das einen „grünen“ Aspekt des Produkts beinhaltet – sie ermöglichte es uns, innovative Technologien zu patentieren, die Kaffee und Wasserablagerungen von Maschinen auf der Erde eliminieren und den Wasserverbrauch um bis zu 30 % reduzieren.“

Gabriele Mascetti, Leiterin der Abteilung Human Flight and Microgravity bei ASI, kommentierte dazu:„Das wachsende Interesse der internationalen Gemeinschaft für die Erforschung des Weltraums durch den Menschen legt die wesentlichen Grundlagen dafür, dass sich Astronauten erneut in die Erdumlaufbahn begeben. Das haben wir seit den Apollo-Missionen nicht mehr gesehen. Die enormen Kosten, die mit der Realisierung solcher Bemühungen verbunden sind, haben neue globale Ansätze und das Wachstum neuer Märkte ausgelöst. In diesem Zusammenhang wird der Wettlauf um die Weltraumerforschung auch von kommerziellen Akteuren unterstützt: ISSpresso, das Ergebnis einer öffentlich-privaten Partnerschaft, ist ein brillantes Beispiel dafür, wie es der italienischen Raumfahrtbehörde gelungen ist, das Interesse am Weltraum im Wesentlichen durch private Anstrengungen zu fördern. Angesichts des hervorragenden Ansehens, das die ASI bei der NASA genießt und unserer guten Beziehung, hat die ASI ausgehandelt, dass die ISSpresso-Maschine an Bord der Raumstation verwendet wird. Da es nicht mehr nur ein italienisches Experiment sein wird, wird die Maschine auf der Station bleiben, anstatt in der Atmosphäre verbrannt zu werden. Die NASA wird die Ressourcen zum Betrieb bereitstellen, ohne die Rechte Italiens, die Raumstation zu nutzen, zu gefährden. Die Astronauten werden daher auf der ISS noch lange einen ausgezeichneten italienischen Kaffee genießen können.“

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