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REGIONALE REZEPTE VON LAVAZZA

Fünf regionale Espresso-Rezepte, neu interpretiert vom Training Center für den Salone del Gusto 2012.

Das Lavazza Training Center führte eigens für den Salone del Gusto 2012 eine historische Recherche durch. Dabei wählten Lavazzas Experten fünf typische Kaffeespezialitäten verschiedener Regionen Italiens aus, interpretierten sie neu und präsentierten sie den Besuchern des Salone del Gusto. Die exklusiven und innovativen Rezepte vereinen sämtliche Werte des Unternehmens: Tradition, Innovation, Design und natürlich Geschmack. 

Selbstverständlich bekamen die Messebesucher auch die Gelegenheit, die neuen Kreationen zu verkosten und somit Anregungen aus der Tradition des Espressos mitzunehmen, der in einigen italienischen Regionen mit Schokolade, Sahne, Haselnüssen, Mandeln, Minze und Likör serviert wird. Um das Geschmackserlebnis abzurunden wurden zu Lavazzas Rezepten auf der Messe, traditionelle Biskuits gereicht, von denen einige zu den Slow Food Präsidium gehören.

Caffè padovano Caffè padovano Eine Kreation serviert mit „Zaeti“



Der Caffè padovano ist eine echte Herausforderung: Dieser Espresso wird mit Minzsirup und aufgeschäumter Milch, gekrönt von einem Hauch Bitterkakao, serviert. Im Training Center wurden die Zutaten auf ihre wesentlichen Bestandteile zurückgeführt, wodurch ihre Individualität auch in einem kleinen Glas erhalten bleibt. Hierzu wird die Innenseite des Glases mit Minzganache aus weißer Schokolade, Sahne und weißer Minze bestrichen. Anschließend kommt der Espresso hinzu und das Ganze wird mit Kakao bestreut.






Zaeti
In Venetien werden süße „Verführungen“ auch als „golosessi“ bezeichnet. Dazu gehören auch die Zaeti, die Pellegrino Artusi bereits im 19. Jahrhundert in seinem unvergesslichen Kochbuch „La scienza in cucina e l’arte di mangiar bene“ („Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens“) beschrieb. Der Name Zaeti bedeutet in etwa „gelbe Kleinigkeiten“ und ist auf die Zubereitung aus Maismehl, Butter, Zucker und Rosinen zurückzuführen.

Caffè napoletano Caffè napoletano Eine Kreation serviert mit „Raffioli“



Caffè napoletano
Der Caffè napoletano kommt aus Kampanien und ist eine Interpretation eines relativ jungen Rezepts, das in den 1990ern in Neapel erfunden wurde. Die „traditionelle“ Version wird einfach mit Haselnussmark garniert. Für Lavazzas Variante hingegen werden Kaffee, Zucker und Haselnussmark zu einer schaumigen Creme geschlagen, die anschließend auf den Lavazza Espresso gegeben wird. Die intensiven Aromen und die Cremigkeit dieser Spezialität ergeben eine unwiderstehliche Mischung aus heiß und kalt, süß und stark, Kaffee und Haselnuss.






Raffioli

Raffiolo ist ein Biskuit, der im 18. Jahrhundert von den Nonnen des Klosters San Gregorio Armeno in Neapel speziell für den Heiligen Abend entwickelt wurde. Es gibt drei Arten von Raffiolo: einfach, nach Sorrentiner Art oder Cassata. Ihre Grundform ist stets gleich: ein Biskuitkuchenoval, bedeckt mit weißem Zuckerguss oder Aprikosenkonfitüre. Anschließend kann der Raffiolo mit Ricotta, kandierter Zitronenschale, Schokolade und Pistazien gefüllt werden.

Moretta fanese Moretta fanese Eine Kreation serviert mit „Beccute“



Moretta fanese
Früher war der Moretta fanese ein Stärkungsmittel für Seefahrer, zubereitet aus Espresso, Anisette, Rum, Zucker und Zitronenschale. Diese Mischung tranken die Seefahrer aus der italienischen Region Marken nachmittags, um wieder zu Kräften zu kommen. Lavazzas Moretta ist eine Neuauflage dieses Getränks, bei der eine schaumige Creme aus Anis, Rum und Weinbrand, kombiniert mit Vollmilch und Sahne, auf den Espresso gegeben wird. Wie es in der Stadt Fano Tradition ist, wird die Kaffeespezialität nicht in einer Tasse, sondern in einem kleinen Glas serviert. Zum Schluss wird der Moretta mit einer kandierten Zitronenschale dekoriert.






Beccute

Beccute sind typische Süßigkeiten aus der Region Marken, die bis zu der Zeit des berühmten Dichter Giacomo Leopardi zurückverfolgt werden können (mitunter werden sie auch Leopardis Beccute genannt). Der Biskuit mit Trockenfrüchten und Nüssen wird üblicherweise – je nach Gebiet – zur Fastenzeit oder zu Weihnachten zubereitet. Der Name stammt vermutlich vom Wort „beccate“ (gepickt), weil ihre ungleichmäßige Form zum Anknabbern verführt.

Caffè alla salentina Caffè alla salentina Eine Kreation serviert mit „Biscotti di Ceglie“



Caffè alla salentina
Der Caffè alla salentina schmeckt nach Sommer. Gemäß der Tradition der Region Apulien wird gesüßter Espresso in ein Glas mit Eis gegeben und mit einem für Süditalien typischen Aroma verfeinert: Mandelmilch. Ganz neu ist die vom Lavazza Training Center entwickelte Kombination aus etwas Kaltem und Mandeln: die Fior-di-latte-Eiscreme „Lait“ aus der „Gelateria Alpina“, verfeinert mit einer Creme aus gerösteten Mandeln. Mithilfe einer speziellen Softeismaschine wird ein Löffel voll Eiscreme frisch zubereitet und auf den Boden des Glases gegeben. Darüber wird heißer Espresso gegossen, der mit der kalten Eiscreme raffiniert kontrastiert, während das Mandelaroma perfekt mit dem Espresso harmoniert. Das Ergebnis: eine köstliche Spezialität, die mit einem Löffel gegessen wird.





Biscotti di Ceglie

Ceglie Messapica in der Provinz Brindisi ist die „Mandelhauptstadt“ Italiens: Es soll mindestens vierzig Arten geben. Die Biscotti di Ceglie, vor allem als „piscquett'l“ bekannt, sind kleine Biskuits mit Mandeln, von denen einige blanchiert, andere geröstet sind. Bei Festen und auf Hochzeiten, wo sie auch glasiert serviert werden, sind sie ein absolutes Muss. Die Biscotti di Ceglie sind ein Slow Food Präsidium.

Bavareisa torinese Bavareisa torinese Eine Kreation serviert mit „Paste di Meliga“



Bavareisa torinese
Der Bavareisa torinese ist ein Vorläufer des bekannteren „Bicerin“ aus dem 18. Jahrhundert. Die Zutaten sind die gleichen wie bei dem berühmten Nachfolger – Kaffee, Schokolade und Schlagsahne – aber im Bavareisa werden sie nicht geschichtet, sondern miteinander vermischt. In der neuen Variante von Lavazza werden nur die Schokolade – Guido Gobino Extra Bitter (63 Prozent), im Wasserbad geschmolzen – und der Kaffee vermischt. Die Sahne wird, gezuckert und mit Milch verdünnt, obendrauf gegeben, so dass die Konsistenzen, Aromen und Temperaturen beim Trinken vollmundig ineinander übergehen.






Paste di Meliga

Die Paste di Meliga, ein Klassiker im Piemont, sind Biskuits aus Maismehl. Früher wurden sie zum Ende einer Mahlzeit in ein Glas Barolo getunkt. Heutzutage serviert man sie eher mit Moscato d’Asti, Passito oder, in ihrer unwiderstehlichsten Form, mit Zabaione. Paste di Meliga sind ein Slow Food Präsidium.